Von Christian Döring Wer ist diese Frau, die so gefühlvoll über ihren mehrwöchigen Besuch im jüdischen New York schreibt? Bis 1984 lebte die Dramaturgin und Malerin in der DDR. Sie zog nach Frankreich und arbeitete als Schriftstellerin. Heute ist sie eine jüdische Frau, die ihre Wurzeln sucht, aber das Schreiben kann sie nicht lassen, und das ist gut so, denn sie hat noch so vieles zu sagen. Sehr persönlich sind ihre Impressionen der amerikanischen Weltstadt. Zwischen Campus und Bohème, zwischen jüdischen „Connections“ und „Communities“ lässt sie ihr Leben Revue passieren. Und trifft unerwartet alte Bekannte wieder. Zum Beispiel Monika, die die DDR als Republikflüchtling verließ und Verwandte, die bewusst als Juden in New York leben. Barbara Honigmann zeigt uns jeden Winkel in dieser Stadt. Sie überlegt am Ende ihres zehnwöchigen Aufenthaltes, ob sie ihr Leben in New York weiterleben soll. Plötzlich entscheidet sie sich. Alle gesammelten Zeitungsartikel, die sie mit nach Frankreich nehmen wollte, auch die Kataloge, Restaurantführer und Prospekte zerreißt sie und kommt zurück nach Europa. Ein sehr emotionales und lesenswertes Buch, das das Leben im Allgemeinen und das Leben der Barbara Honigmann im Besonderen in den Mittelpunkt stellt. Gebunden, 157 Seiten VÖ: August 2008 Verlag: Hanser Verlag ISBN: 978-3-446-23085-9 Label: Barbara Honigmann
Quelle: Jesus.de
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