Anfang Januar hatte der erste Parlamentarische Geschäftsführer der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Volker Beck, das Seminar „Homosexualität verstehen – Chance zur Veränderung“ kritisiert, welches daraufhin aus dem Programm genommen wurde. Morgen wird sich der Bundestag in einer Fragerunde mit dieser Thematik befassen. Die Pressestelle des Landeskirchenamtes bestätigte gegenüber idea die Existenz des Briefes. „Es handelt sich um einen privaten Brief, deshalb nimmt die Landeskirche dazu keine Stellung“, hieß es auf idea-Anfrage. Auch Jürgen Werth kritisiert Beck Unterdessen meldete sich auch der Vorsitzende Deutschen Evangelischen Allianz (DEA), Jürgen Werth zu Wort. In einem Interview in den Mitteldeutschen Kirchenzeitungen, das in dieser Woche erscheint, übte er scharfe Kritik an den Angriffen von Volker Beck. Nach biblischer Aussage sei die praktizierte Homosexualität eine "Zielverfehlung", so Jürgen Werth, praktizierte Homosexualität könne darum keine "Schöpfungsvariante" sein. Argumenten, nach denen die Stellen in der Bibel, die Homosexualität ablehnen, rein historisch seien und heute keine Gültigkeit mehr hätten, erteilte Werth eine Absage. "Der biblische Befund ist eindeutig und hat nichts an Gültigkeit verloren. 'Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan…' Mit diesem Auftrag schickt Gott die Menschen in die Welt", so Werth. "Homosexuell empfindende Menschen nicht ausgrenzen" Aus diesem biblischen Befund ergebe sich jedoch nicht die Ansicht, dass die Evangelische Allianz homosexuell empfindende Menschen ausgrenze oder diffamiere. "Ich bin froh, dass es in unserem Bereich zahlreiche Bewegungen gibt, die Menschen, die unter ihrer Neigung leiden, zu helfen versuchen. Wer solche Bewegungen diffamiert, nimmt Menschen, die sich verändern möchten, das Recht auf Freiheit und Selbstbestimmung", so Werth. "Kampagne gegen Andersdenkende" Beck, der sich offen zu seiner Homosexualität bekenne, richte sich mit einer Kampagne gegen alle, die eine andere Position bezögen als die Schwulen- und Lesbenbewegung. "Nicht das Christival verstößt gegen den Minderheitenschutz, sondern die von Herrn Beck initiierte Kampagne", sagte Werth. Er bedauere es, dass trotz der Absage des Seminars weiterhin die Gefahr bestehe, dass das Anliegen des "Christival" durch eine monatelange Auseinandersetzung von dieser Randthematik überlagert werden könnte. Gleichwohl sei die Evangelische Allianz zu einem Dialog mit den Grünen über Fragen zur Bewertung von Homosexualität bereit. Werth weiter: "Allerdings gilt für jeden Dialog das, was der Philosoph Hans-Georg Gadamer einmal gesagt hat: 'Ein Gespräch setzt voraus, dass der andere Recht haben könnte.'" In der "Kleinen Anfrage" der Grünen-Fraktion an die Bundesregierung sei jedoch von "fundamentalistischen 'Heilungs'-Scharlatanen" die Rede. "Das grenzt an den Straftatbestand der Beleidigung und ist keine gute Voraussetzung für einen offenen Dialog", so der Allianz-Vorsitzende. (mw) Quelle: Jesus.de
|
||||||||||||||||||||||||||||||
|
| Mach mit! Klick hier... Unterstütze Jesus.de mit 1 € monatlich! |